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Die Geschichte des Stadttheaters |
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Im März 1912, nach jahrelangen Debatten, beschloss der Gemeinderat den Bau eines neuen Stadttheaters in der Bahnhofsallee. Im Juni 1913 wurde der Münchner Architekt Max Littmann
(1862-1913), der „genialste deutsche Theaterarchitekt seiner Zeit“ (von ihm stammen auch die Theater von Stockholm, Weimar, München) mit der Planung betraut. Die Bauaufsicht übernahm der Städteplaner Nolte. |
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Aber der Ausbruch des ersten Weltkrieges legte die Arbeiten lahm. Erst im Herbst 1917 konnten sie wieder aufgenommen werden und wurden bereits im folgenden Frühjahr abgeschlossen.
Am 14. April 1918 wurde das Stadttheater Bozen feierlich eröffnet.
Gleich drei Mal wechselte das Theater im Laufe seines etwa 20 jährigen Bestehens seine kulturelle Identität:
Zu Beginn „Der deutschen Kunst“ gewidmet wurde 1923 diese Inschrift über dem Eingang durch das lateinische Motto „Ars et humanitas“ ersetzt und das Theater zu einem Tempel der italienischen Oper. 1937 wurde es Giuseppe Verdi gewidmet.
Die Erfolge der ab Herbst 1927 aufgeführten Opern bescherten dem Musiktheater in Bozen eine glanzvolle Zeit. Das Geschehen im Stadttheater war ins gesamtstaatliche Rampenlicht gerückt und wurde von einigen Fachleuten jener Zeit, wie Pietro Mascagni und Ottorino Respighi, mit schmeichelnden Kritiken bedacht.
Die letzte Opern-Saison im “Verdi“ fand im Frühjahr 1943 statt. Im Herbst des selben Jahres zerstörten die Bomben der Alliierten ein Theater in dem regelmäßig Verdi, Puccini, Mascagni mit „Cavalleria Rusticana“, zusammen mit Leoncavallos „Pagliacci“ dargeboten wurden. Häufig waren auch Opern von Verdis Vorgängern wie Rossini, Bellini und Donizetti zu sehen und es fehlten auch nicht die Opern der jüngeren Generation unter den italienischen Komponisten wie Boito, Giordano, Cilea, Catalani, Wolf-Ferrari, Zandonai, Petrollo und Vittadini.
Seit seiner Zerstörung 1943, verfügte das Musiktheater in Bozen über kein eigenes Haus mehr. Die Bomben begruben nicht nur einen architektonisch wertvollen Bau unter sich, sondern auch 20 Jahre intensiver Theatertätigkeit.
Emblematisch mutet das Schicksal des Theaters an: in Rekordzeit noch während des ersten Weltkrieges aufgebaut und eröffnet, konnte es aus dem eigenen Schutt nicht mehr auferstehen. Dieser wurde 1951 in aller Stille beseitigt, auch wenn einflussreiche Stimmen, wie jene des Theaterkritikers Silvio D’Amico gab, die für den Wiederaufbau eintraten. |
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